Fersengeld und seine Bedeutung


Wer Fersengeld gibt, macht sich aus dem Staub, das heißt, er flüchtet, er flieht, ohne zu kämpfen oder ohne zu zahlen,wobei man vielleicht die schnell abwechselnd sichtbar werdenden Fersen eines Entfliehenden mit springenden Geldstücken verglich". Laut Karl Friedrich Wilhelm Wander: "Auf eine schimpfliche Weise fliehen". Die Redewendung ist zwar seit dem 13.Jahrhundert bezeugt, ihre Herkunft hingegen ist unklar.

Sie könnte auf den  Rechtsbrauch des Strafgeldes für Flüchtlinge aus der Schlacht zurück gehen, da man von diesen nur noch die Fersen zu sehen bekam. "Nach dem alemannischen Recht musste der, welcher seine Mitkämpfer in Gefahr verließ und dadurch in Lebensgefahr brachte, 160 Solidus als Strafe bezahlen, weil er dem Feind die Fersen gezeigt hatte."

Eine andere mögliche Herkunft ließe sich aus dem Sachsenspiegel herleiten, wo das Verlassen des Mannes durch die Ehefrau bei den Wenden mit der Zahlung eines "versne pennige" abgegolten werden konnte. Hier läge eine Herleitung des Wortes von Färse näher, also eine Sachvergütung durch Jungvieh.

Laut Wander soll es in Schlesien noch die Bedeutung geben: Dem Vormann auf die Fersen treten, damit er schneller geht.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fersengeld

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