Die Fehde im Mittelalter



Die Fehde war im Mittelalter ein Mittel des mittelalterlichen Rechts diese war ein Privatkrieg im Gegensatz zum Staatskrieg.

Damals war es Grundsatz, dass Recht und Friede eines Betroffenen in aller erster Hinsicht von der Familie zu schützen seien. Nur im äußersten Notfall wurde der Staat , das Volk hinzugezogen um zu richten.

Einem Verletzten stand es zu auf eigene Faust Rache zu nehmen und eine Fehde zur  Sühnung seines Vergehens zu
erzwingen. Da jedoch durch dieses Federecht die Sicherheit des Schwachen dem Starken gegenüber in Frage stand, pflegte man zu Gunsten des Verletzten einzuschreiten, wenn dieser von seinem Fehderecht keinen Gebrauch machen wollte oder konnte. Der Verletzende  wurde vor Gericht gebracht und gezwungen dem Verletzten ein Wehrgeld (Sühnegeld als Entschädigung) zu bezahlen. Wurde die Summe bezahlt traten beide wieder in den Friedenstand zurück.

Ein solcher vor dem Volksgericht ausgesprochener Friede wurde durch feierliche Sühnungsformeln bekräftigt. Der Verletzte musste wegen des von Ihm gebrochenen Friedens an das Volk , später noch dem König und Richter ein Friedensgeld berappen.

Das Federecht unterlag auch schon in früherer Zeit gewissen Einschränkungen. So sollte gegen den, welcher sich auf dem Weg zum König befand, zu Ihm ging oder von Ihm kam, das Recht der Fehderuhe zustehen. (Königsfriede)

Derselbe Friede sollte herrschen in Kirchen und auf Gerichtsstellen. (Kirchen-, Gerichtsfriede)

Später band man das Federecht an bestimmte Formen. Der Fehde musste mit einem Fehdebrief angekündigt werde. (auch eine Absage) Verschont mussten werden Personen und Sachen wie Wöchnerinnen, Pilger, Geistliche, Schwerkranke, Kaufleute mit Ihren Waren, Feldarbeiter und Rebengärtner außerhalb Ihres Hauses und während Ihrer Tätigkeit, als auch Götteshäuser und Kirchhöfe.

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