Die Geschichte der Brille  


Die älteste Darstellung einer Brille findet sich auf den Fresken des italienischen Malers Tomaso da Modena im Kapitelsaal von San Niccolo in Treviso. Sie sind um das Jahr 1352 entstanden. Mit viel Sinn für das Gegenständliche und für physiognomische Besonderheiten hat Tomaso da Modena auf vierzig Fresken die Hauptvertreter des Dominikanerordens dargestellt. Bei dem Porträt des Kardinals von Rouen wird ein Einglas gezeigt, das der Dargestellte dicht an sein Auge geführt hat. Er liest damit in einem Buch, das er aufgeschlagen in seinen Händen hält. Auf dem Portrait des Kardinals Hugo von Provence ist eine Nietbrille dargestellt, die diesem fest auf der Nase sitzt. Auch er wird als Lesender gezeigt.

Der so genannte 'Brillenapostel' des weltberühmten Altars der Stadtkirche von Bad Wildungen, der 1403 von Conrad von Soest gemalt wurde, stellt die früheste Darstellung einer Brille nördlich der Alpen dar. Der Brillenapostel ist zu einem Symbol der Ev. Kirchengemeinde Wildungens geworden und findet sich heute in ihrem Siegel wieder.

Die ersten Brillen, die in Europa um 1280 aufkamen, hatten noch keine Bügel und besaßen konvex geschliffene Linsen, die sie nur für weitsichtige Menschen geeignet machten. Der englische Optiker Edward Scarlett baute 1727 die erste Brillenfassung. Zuvor waren auch andere Formen, wie die Befestigung von Linsen an einer Perücke ausprobiert worden. 1877 erfand  Adolf Fick die erste Kontaktlinse.
 

Quelle: http://de.wikipedia.de


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